Blog · 29. August 2025

Gartencheckliste September - Bereit für den Herbst

Gartencheckliste September

Gartencheckliste September: Vorbereitungen für den Herbst

Im September läutet der Spätsommer langsam den Herbst ein – die perfekte Zeit, um mit unserer Gartencheckliste alles für die kommende Saison vorzubereiten und den Garten gesund in den Winter zu begleiten.

 
  1. Tomaten und Zucchini ernten und schützen
  2. Rasen anlegen, nachsäen und winterfest machen
  3. Säen und pflanzen im Nutzgarten
  4. Pflanzzeit im Ziergarten
  5. Gut geschützt im Gartenhaus
  6. Obstgarten auf die nächste Sasison vorbereiten 
  7. Geerntete Kräuter haltbar machen und Kräuter überwintern
 

Tomaten & Zucchini Ernten und Schützen

1. Tomaten und Zucchini ernten und schützen

Tomaten- und Zucchini-Ernte: So gelingt sie perfekt

Jetzt ist die beste Zeit, um Deine selbst gezogenen Tomaten und Zucchini zu ernten und frisch zu genießen.

Wann sind Tomaten reif?

Reife Tomaten erkennst Du an ihrer kräftigen, gleichmäßigen Färbung. Rote, orange und gelbe Sorten solltest Du etwa zwei bis drei Tage nach dem Farbdurchbruch ernten – dann ist das Aroma am intensivsten. Grüne Sorten sind reif, wenn sie auf leichten Fingerdruck nachgeben und sich der Stielansatz gelblich bis orange verfärbt.

Schonend ernten:

Hebe die Tomate vorsichtig an und drehe sie leicht – eine reife Frucht löst sich ganz leicht oberhalb des verdickten Fruchtstielansatzes.

Wenn Tomaten platzen:

Platzen Tomaten noch vor der Reife, liegt das meist an einem plötzlichen Wasserschub nach Trockenheit. Wird der Boden stark gegossen, saugen die Wurzeln mehr Wasser auf, als die Pflanze über die Blätter abgeben kann – die Fruchthaut reißt. Geplatzte Tomaten solltest Du zeitnah ernten, da sie rasch faulen oder schimmeln können.

Tipp zur Vorbeugung:

Um das Aufplatzen zu vermeiden, gieße gleichmäßig und vermeide extreme Trockenphasen. Außerdem solltest Du auf übermäßige Stickstoffdüngung und ein zu starkes Ausgeizen oder Entblättern der Tomatenpflanzen verzichten – so bleiben die Früchte widerstandsfähiger.

Gartenprofi-Tipp: Schneeschimmel vorbeugen: So bleibt Dein Rasen gesund

Schneeschimmel ist eine Pilzerkrankung, die sich durch grau-braune Flecken im Rasen bemerkbar macht – typischerweise in der feuchten, kühlen Witterung des Herbstes. Vorbeugen kannst Du, indem Du Deinen Rasen mit einem kaliumreichen Dünger stärkst und regelmäßig herabgefallenes Laub entfernst. So bleibt die Grasnarbe trocken und widerstandsfähig.

Zucchini richtig ernten: So schmecken sie am besten

Etwa sechs bis acht Wochen nach dem Einpflanzen ist es soweit: Die ersten Zucchini sind erntereif. Am besten schneidest Du die Früchte mit einem scharfen Messer am Stiel ab, sobald sie eine Länge von 15 bis 20 cm erreicht haben. Ideal ist eine Ernte wenige Tage nach der Blüte – denn je jünger die Zucchini, desto zarter, knackiger und geschmackvoller ist sie.

Gartenprofi-Tipp: Zucchini-Tipp: Bitter? Dann besser nicht essen!

Schmeckt eine Zucchini ungewöhnlich bitter, solltest Du sie keinesfalls verzehren. Der Bitterstoff Cucurbitacin, der in Kürbisgewächsen entstehen kann, ist gesundheitsschädlich und kann starke Magen-Darm-Beschwerden sowie Durchfall verursachen. Im Zweifel: lieber wegwerfen als riskieren!

Blütenendfäule bei Tomaten und Zucchini: So beugst Du vor

Wenn Tomaten schwarze Flecken an der Unterseite entwickeln oder Zucchini graubraun bis fast schwarz verfärbt sind, steckt oft Blütenendfäule dahinter. Die Ursache ist ein Kalziummangel – allerdings liegt das Problem meist nicht an zu wenig Kalzium im Boden, sondern daran, dass der Nährstoff nicht zuverlässig in die Früchte transportiert wird.

Was Du tun kannst:

  • Achte auf eine gleichmäßige Wasserversorgung. Bei Trockenheit können Nährstoffe nur eingeschränkt aufgenommen und weitergeleitet werden.

  • Entferne bei Tomaten die unteren Blätter unterhalb des ersten Fruchtstandes – so konzentriert sich die Pflanze auf die Versorgung der Früchte.

  • Unterstütze die Nährstoffaufnahme, indem Du im Wurzelbereich etwas Gesteinsmehl oder Algenkalk einarbeitest. Das stabilisiert den Kalziumhaushalt zusätzlich.

Rasen anlegen, nachsäen und winterfest machen

2. Rasen anlegen, nachsäen und winterfest machen

Jetzt den Rasen vorbereiten – für einen gesunden Start ins nächste Frühjahr

Der Spätsommer ist die ideale Zeit, um eine neue Rasenfläche anzulegen oder bestehende Rasenflächen auszubessern. Die Bodentemperaturen sind noch hoch genug, damit das Saatgut vor dem ersten Frost zuverlässig keimt.

So gehst Du bei der Aussaat vor:

  • Neuanlage: Lockere den Boden gründlich und entferne Steine, Wurzeln und Unkraut.

  • Nachsaat: Bei kahlen Stellen stichst Du am besten ein rechteckiges Stück Rasen mit der Spatenkante ab, um gezielt nachzusäen.

  • Verwende eine Kombination aus Rasensaat und Depotdünger – dieser gibt die Nährstoffe erst dann frei, wenn die Keimung beginnt.

  • Harke die Saat vorsichtig in den Boden ein und gieße gleichmäßig, aber nicht zu stark.

  • Flatterband oder ähnliche Markierungen helfen, die frische Aussaat vor neugierigen Haustieren zu schützen.

So wird Dein Rasen winterfest:

  • Letzter Schnitt: Mähe den Rasen ein letztes Mal, bevor die Bodentemperaturen unter 9 °C fallen – aber nicht kürzer als 5 cm, um ihn vor Frost zu schützen.

  • Vertikutieren: Bis spätestens Ende September kannst Du den Rasen von Rasenfilz befreien. Stelle die Messer so ein, dass sie die Grasnarbe nicht beschädigen.

  • Herbstdüngung: Bringe jetzt einen kaliumbetonten Herbstdünger aus. Er stärkt die Zellstruktur und macht den Rasen widerstandsfähiger gegen Kälte und Krankheiten.

Gartenprofi-Tipp: Schneeschimmel vorbeugen: So bleibt Dein Rasen gesund

Schneeschimmel ist eine Pilzerkrankung, die sich durch grau-braune Flecken im Rasen bemerkbar macht – typischerweise in der feuchten, kühlen Witterung des Herbstes. Vorbeugen kannst Du, indem Du Deinen Rasen mit einem kaliumreichen Dünger stärkst und regelmäßig herabgefallenes Laub entfernst. So bleibt die Grasnarbe trocken und widerstandsfähig.

Nutzgarten säen und anpflanzen

3. Säen und Pflanzen im Nutzgarten

 

Jetzt noch säen: Späte Gemüsesorten für die Herbsternte

Auch wenn der Sommer sich dem Ende neigt, kannst Du im Freien noch einige nicht winterharte Gemüsesorten aussäen, die schon bald erntereif sind.

Salate:
Salat wächst auch bei kühleren Temperaturen gut, wenn Du ihn an einem sonnigen Standort säst. Zwar bilden Kopfsalate jetzt keine festen Köpfe mehr aus, aber die jungen Blätter lassen sich hervorragend für frische Salate verwenden. Auch Endivien, Pak Choi, Friséesalat und Feldsalat liefern noch in diesem Jahr eine kleine, feine Ernte – vorausgesetzt, Du säst sie jetzt aus.

Radieschen:
Schnell reifende Sorten wie Topsi oder Saxa kannst Du jetzt noch pflanzen und bereits im Oktober ernten. Nach dem Vereinzeln – also dem Trennen der jungen Pflanzen – ist ein Abstand von etwa 10 cm sinnvoll. Ein Schutznetz bewahrt die Pflanzen vor der Kohlfliege.

Winterpostelein:
Diese Salatalternative zu Feldsalat keimt zuverlässig bei Bodentemperaturen unter 12 °C. Der Reihenabstand sollte rund 20 cm betragen, ein Vereinzeln ist nicht notwendig.

Spinat:
Bereite den Boden gut vor, lockere ihn auf und säe den Spinat in Reihen mit 20–30 cm Abstand dünn aus. Eine Aussaat jetzt im Spätsommer bringt Dir im November die erste Ernte. Wählst Du eine winterharte Sorte, kannst Du im Frühjahr ein zweites Mal ernten.

Gartenprofi-Tipp: Lichtkeimer richtig aussäen: So keimt Salat zuverlässig

Die meisten Salatsorten zählen zu den sogenannten Lichtkeimern. Das bedeutet: Sie benötigen Licht, um überhaupt keimen zu können. Bedecke die Samen bei der Aussaat daher nur mit einer hauchdünnen Erdschicht – und drücke diese nicht an. Wird das Licht vollständig abgeschirmt, bleibt die Keimung aus.

Geduld lohnt sich: Pflanz- und Aussaat-Tipps für den Herbst

Auch jetzt im Spätsommer kannst Du noch pflanzen und säen – besonders, wenn Du etwas Geduld mitbringst. Zwei Pflanzen, die sich mit einer späteren Ernte revanchieren, und Tipps fürs Gewächshaus:

1. Knoblauch stecken
Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Knoblauch zu pflanzen. Stecke einzelne, keimfähige Zehen mit der Spitze nach oben etwa 5–6 cm tief in die Erde. Achte darauf, einheimische, winterharte Sorten zu verwenden. Knoblauch liebt sonnige Standorte und belohnt Dich im Frühjahr mit der ersten Ernte.

2. Rhabarber pflanzen
Rhabarber ist winterhart, aber anspruchsvoll. Er bevorzugt einen halbschattigen bis sonnigen Platz mit tiefgründigem Boden. Grabe das Beet mindestens 70 cm tief um und verbessere die Erde mit Kompost und Hornspänen. Wichtig: Die Pflanze benötigt rund einen Quadratmeter Platz. Geerntet wird frühestens im übernächsten Frühjahr ab April.

Aussaat im Gewächshaus – auch bei Kälte möglich:
Wenn es draußen bereits zu kalt wird, kannst Du im Gewächshaus weiter aussäen. Beachte dabei:

  • Nutze schnell wachsende Sorten.

  • Den Boden vor der Saat gründlich lockern und gut wässern – feuchter Boden ist entscheidend für ein gesundes Wachstum.

  • Saatgut mit größerem Abstand ausbringen – so bekommen die Pflanzen trotz geringerer Lichtverhältnisse ausreichend Helligkeit.

  • Alternativ kannst Du z. B. Winterpostelein, Spinat, Rucola oder Feldsalat in Saatkistchen vorziehen und später mit etwa 10 cm Abstand ins Gewächshaus umsetzen – besonders praktisch, wenn die Beete gerade noch anderweitig genutzt werden.

Gartenprofi-Tipp: Gut vorbereitet: Feuchter Boden beugt Pilzkrankheiten vor

Eine gründliche Bodendurchfeuchtung vor der Aussaat hilft, Pilzerkrankungen bei Pflanzen zu vermeiden. Ist der Boden bereits ausreichend feucht, muss später nicht übermäßig gegossen werden – das schützt die Blätter vor Nässe und senkt das Risiko für Pilzbefall. Die Pflanzen nehmen das Wasser über ihre Wurzeln auf, was ihr Wachstum unterstützt und sie widerstandsfähiger macht.

Pflanzzeit im Ziergarten

4. Pflanzzeit im Ziergarten – jetzt den Grundstein für den nächsten Sommer legen

Viele Zierpflanzen, die Deinen Garten in der warmen Jahreszeit verschönern, kannst Du jetzt pflanzen – und bei richtiger Vorbereitung problemlos im Freien überwintern lassen.

Worauf Du bei der Pflanzung achten solltest:

  • Stauden:
    Diese haben im Spätsommer und Herbst noch genügend Zeit, um kräftige Wurzeln zu bilden. Achte beim Kauf auf einen festen, gut durchwurzelten Ballen – das ist ein Zeichen für gesunde Pflanzen.

  • Gehölze:
    Junge Sträucher und Bäume sollten mit einem Stützpfahl gesichert werden, damit ihre empfindlichen, frisch gebildeten Wurzeln bei Wind nicht beschädigt werden. Erst nach drei bis fünf Jahren ist das Gehölz stabil genug, um den Pfahl zu entfernen.

  • Zwiebelblumen:
    Tulpen, Narzissen, Osterglocken oder Schneeglöckchen pflanzt Du am besten, wenn der Boden feucht ist. Zum Schutz vor Wühlmäusen bieten sich Pflanzkörbe aus Draht an. Der Lichtbedarf der jeweiligen Sorte ist meist auf dem Etikett mit einem Sonnen- oder Schatten-Symbol gekennzeichnet.

  • Pfingstrosen:
    Diese prachtvollen Blüher brauchen nicht nur einen sonnigen Standort, sondern auch ausreichend Platz – sie neigen dazu, sich über die Jahre stark auszubreiten.

Mit einer gut geplanten Pflanzung im Spätsommer schaffst Du die besten Voraussetzungen für ein farbenfrohes Gartenjahr!

Gut geschützt im Gartenhaus

5. Mach mehr aus deinem Gartenhaus

 

Dein Gartenhaus kann viel mehr sein als nur ein Abstellplatz für Gartengeräte und Möbel – mit ein wenig Planung wird es zum vielseitigen Allround-Talent.

So lässt sich Dein Gartenhaus clever nutzen:

Vorratskammer:

Viele Lebensmittel, die es gern kühl und trocken mögen, lassen sich im Gartenhaus hervorragend über den Winter lagern. Dazu zählen haltbare Produkte wie Nudeln, Reis, Müsli oder Weihnachtsgebäck – idealerweise in gut verschlossenen Behältern. Auch Konserven und Getränke sind hier bestens aufgehoben.

Lager für Gartenerträge:

In der kühleren Jahreszeit eignet sich das Gartenhaus hervorragend als Zwischenlager für Ernteüberschüsse aus dem Gemüse- oder Obstgarten. Achte darauf, das Lagergut regelmäßig zu kontrollieren und beschädigte oder kranke Früchte rechtzeitig zu entfernen. Obst und Gemüse sollten getrennt gelagert werden – am besten nebeneinander in flachen Holzkisten, damit alles länger frisch bleibt.

Aufbewahrungsort für Werkzeuge:

Mit Regalen, Haken und Schränken kannst Du Dein Gartenhaus im Handumdrehen in eine gut sortierte Werkstatt verwandeln. Wichtig: Reinige und trockne alle Geräte gründlich, bevor Du sie einlagerst – so sind sie im Frühjahr direkt wieder einsatzbereit.

Gemütlicher Partyraum:

Mit etwas Dekoration, Sitzgelegenheiten und Beleuchtung wird das Gartenhaus zu einem charmanten Treffpunkt für kleine Feiern, Grillabende oder gemütliche Runden – individuell eingerichtet ganz nach Deinem Geschmack.

Gartenprofi-Tipp: Brennholz richtig lagern

Brennholz sollte idealerweise draußen an einem gut belüfteten Platz gelagert werden – am besten in einem überdachten Holzunterstand im Garten. So ist das Holz vor Regen geschützt, kann aber gleichzeitig optimal trocknen, da die Luftzirkulation im Freien für eine gleichmäßige Trocknung sorgt.

Vorbereitungen für den Herbst

 

6. Obstgarten auf die nächste Saison vorbereiten

So bereitest Du Deinen Obstgarten jetzt optimal auf die kommende Saison vor

Mit den richtigen Maßnahmen im Spätsommer legst Du schon jetzt den Grundstein für eine reiche Ernte im nächsten Jahr.

Diese Aufgaben lohnen sich jetzt besonders:

  • Vogelschutz für Obstgehölze:
    Weinstöcke, Obstbäume und Beerensträucher solltest Du vor hungrigen Vögeln schützen. Statt Vogelschutznetzen – in denen sich Tiere leicht verfangen können – sind tierfreundliche Alternativen wie Vogelschreckstreifen empfehlenswert. Diese vertreiben Vögel durch Lichtreflexe und Geräusche. Auch glänzende CDs oder flatternde Folienbänder erfüllen denselben Zweck.

  • Erdbeeren pflegen:
    Nach der Ernte schneidest Du das alte Laub zurück – das beugt Krankheiten vor und stärkt die jungen Triebe. Entferne anschließend Unkraut, lockere die Erde und arbeite Kompost mit Hornspänen oder einen chloridfreien Dünger ein, um die Pflanzen für das nächste Jahr zu kräftigen.

  • Himbeeren zurückschneiden:
    Späte Himbeersorten tragen jetzt noch Früchte. Schneide nach der Ernte alle tragenden Ruten bodennah ab – das schützt vor Rutenkrankheit. Lasse pro laufendem Meter etwa 8–10 kräftige Jungtriebe stehen und binde sie locker an ein Gerüst.

  • Tomatenblüten entfernen:
    Um die letzten Früchte zur Reife zu bringen, solltest Du neue Blüten mit den Fingern vorsichtig ausbrechen. So fließt die Energie in bereits vorhandene Früchte statt in neue Ansätze.

  • Obstbäume stärken:
    Nach der Ernte hilft eine Mulchschicht rund um die Baumscheibe, den Boden feucht und nährstoffreich zu halten. Verwende dafür reifen Kompost und andere organische Materialien.

  • Stachelbeeren pflanzen:
    Bis zum ersten Frost kannst Du neue Stachelbeersträucher setzen. Sie gedeihen am besten an einem sonnigen Standort mit lockerem, humosem Boden. So sicherst Du Dir bereits jetzt erste Erntefreuden fürs kommende Jahr.

Kräuterernte haltbar machen und Kräuter überwintern

7. Kräuter richtig überwintern und haltbar machen – so geht’s

Auch im Herbst kannst Du Deine Kräuter sinnvoll nutzen und gleichzeitig auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Einige Arten lassen sich problemlos draußen überwintern, andere solltest Du ernten und für den Wintervorrat haltbar machen.

Winterharte Kräuter im Beet belassen:

Minze, Zitronenmelisse, Oregano und Bärlauch gehören zu den robusten, winterharten Stauden. Sie sterben im Herbst oberirdisch ab, treiben aber im Frühjahr zuverlässig aus dem Wurzelstock neu aus. Ernte jetzt noch gesunde Blätter und trockne sie für die Vorratshaltung.

Halbsträucher schonen:

Lavendel (Echter), Thymian, Ysop, Bergbohnenkraut und Salbei zählen zu den halbverholzenden Kräutern, die ebenfalls winterhart sind. Sie treiben im Frühling aus den verholzten Stängeln erneut aus. Jetzt solltest Du nicht mehr viel ernten – das vorhandene Laub dient den Pflanzen als natürlicher Frostschutz.

Kälteschutz mit Vlies und Mulch:

Kräuter, die nur bedingt winterhart sind – etwa andere Lavendelsorten, Currykraut, Lorbeer oder empfindliche Salbeiarten – benötigen zusätzlichen Schutz. Decke sie bei angekündigtem Frost mit Gartenvlies (mind. 90 g/m², sogenannte Gärtnerqualität) ab. Idealerweise bringst Du das Vlies vor dem ersten Frost aus.
Auch die genannten Halbsträucher profitieren vom Vlies – weniger als Kälteschutz, vielmehr als Schutz vor dem Austrocknen bei Frost.
Ergänzend wirkt eine 5 cm dicke Mulchschicht als Isolierung gegen Kälte und Feuchtigkeitsverlust.

 

So machst Du Deine Kräuter haltbar:

Einlegen in Öl:

Geeignet für kräftige Kräuter wie Rosmarin, Majoran, Oregano oder Bohnenkraut. Hacke die Kräuter fein, fülle sie sortenrein in verschließbare Gläser und bedecke sie mit Olivenöl. Im Kühlschrank sind sie so bis zu 6 Monate haltbar.

Einfrieren:

Weichblättrige Kräuter wie Schnittlauch, Dill oder Petersilie lassen sich gut einfrieren. Zerkleinere sie, fülle sie in Eiswürfelformen, gib etwas Wasser dazu und friere sie ein. So kannst Du sie portionsweise verwenden.

Trocknen:

Zum Trocknen eignen sich robuste Kräuter wie Basilikum, Majoran oder Oregano. Schneide sie mit langen Stielen, wasche und tupfe sie trocken. Dann bündle sie locker und hänge sie kopfüber in einem warmen, dunklen Raum auf. Nach etwa zwei Wochen sind sie durchgetrocknet und können luftdicht und lichtgeschützt aufbewahrt werden – idealerweise in einem Glas oder einer Dose – so halten sie den ganzen Winter.

Gartenprofi-Tipp: So überwintern empfindliche Kräuter am besten

Kälteempfindliche Kräuter wie Basilikum oder Zitronenverbene sollten in der kalten Jahreszeit ins Haus umziehen. Dort haben sie es zwar warm, doch häufig fehlt es an ausreichend Luftfeuchtigkeit – was ihnen gar nicht gut bekommt. Abhilfe schaffst Du, indem Du eine Schale mit Wasser oder einen kleinen Zimmerbrunnen in die Nähe der Pflanzen stellst. So erhöhst Du die Luftfeuchtigkeit und verbesserst das Raumklima für Deine Kräuter deutlich.

Ihr kompetenter Ansprechpartner bei Fragen rund um das Thema “Gartenpflege"

 

Als autorisierter Fachhändler und Vertriebspartner bieten wir Ihnen eine umfassende Beratung durch unsere Fachberater und unterstützen Sie bei der Wahl der entsprechenden Produkte für die Pflege Ihres Gartens. 

Ihr Fachberater im ASG Bauzentrum:

Ansprechpartner Gartenpflege: Stefan Rummel

Stefan Rummel
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