7. Kräuter richtig überwintern und haltbar machen – so geht’s
Auch im Herbst kannst Du Deine Kräuter sinnvoll nutzen und gleichzeitig auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Einige Arten lassen sich problemlos draußen überwintern, andere solltest Du ernten und für den Wintervorrat haltbar machen.
Winterharte Kräuter im Beet belassen:
Minze, Zitronenmelisse, Oregano und Bärlauch gehören zu den robusten, winterharten Stauden. Sie sterben im Herbst oberirdisch ab, treiben aber im Frühjahr zuverlässig aus dem Wurzelstock neu aus. Ernte jetzt noch gesunde Blätter und trockne sie für die Vorratshaltung.
Halbsträucher schonen:
Lavendel (Echter), Thymian, Ysop, Bergbohnenkraut und Salbei zählen zu den halbverholzenden Kräutern, die ebenfalls winterhart sind. Sie treiben im Frühling aus den verholzten Stängeln erneut aus. Jetzt solltest Du nicht mehr viel ernten – das vorhandene Laub dient den Pflanzen als natürlicher Frostschutz.
Kälteschutz mit Vlies und Mulch:
Kräuter, die nur bedingt winterhart sind – etwa andere Lavendelsorten, Currykraut, Lorbeer oder empfindliche Salbeiarten – benötigen zusätzlichen Schutz. Decke sie bei angekündigtem Frost mit Gartenvlies (mind. 90 g/m², sogenannte Gärtnerqualität) ab. Idealerweise bringst Du das Vlies vor dem ersten Frost aus.
Auch die genannten Halbsträucher profitieren vom Vlies – weniger als Kälteschutz, vielmehr als Schutz vor dem Austrocknen bei Frost.
Ergänzend wirkt eine 5 cm dicke Mulchschicht als Isolierung gegen Kälte und Feuchtigkeitsverlust.
So machst Du Deine Kräuter haltbar:
Einlegen in Öl:
Geeignet für kräftige Kräuter wie Rosmarin, Majoran, Oregano oder Bohnenkraut. Hacke die Kräuter fein, fülle sie sortenrein in verschließbare Gläser und bedecke sie mit Olivenöl. Im Kühlschrank sind sie so bis zu 6 Monate haltbar.
Einfrieren:
Weichblättrige Kräuter wie Schnittlauch, Dill oder Petersilie lassen sich gut einfrieren. Zerkleinere sie, fülle sie in Eiswürfelformen, gib etwas Wasser dazu und friere sie ein. So kannst Du sie portionsweise verwenden.
Trocknen:
Zum Trocknen eignen sich robuste Kräuter wie Basilikum, Majoran oder Oregano. Schneide sie mit langen Stielen, wasche und tupfe sie trocken. Dann bündle sie locker und hänge sie kopfüber in einem warmen, dunklen Raum auf. Nach etwa zwei Wochen sind sie durchgetrocknet und können luftdicht und lichtgeschützt aufbewahrt werden – idealerweise in einem Glas oder einer Dose – so halten sie den ganzen Winter.