Blog · 01. November 2025

Gartencheckliste November - Vorbereiten auf die kalte Jahreszeit

Gartencheckliste November

Gartencheckliste November: Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit

Im November kehrt Ruhe in den Garten ein – doch bevor der Winter Einzug hält, gibt es noch einige wichtige Aufgaben zu erledigen. Unsere Gartencheckliste hilft Dir dabei, Pflanzen, Beete und Geräte optimal auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

 
  1. Wintergemüse anbauen
  2. Beerensträucher schneiden und vermehren
  3. Obstbäume schützen und pflanzen
  4. Gräser und Stauden vor Nässe schützen
  5. Rosen überwintern, pflanzen und vermehren
  6. Gartenbeleuchtung im Winter
 

Wintergemüse anbauen

1. Wintergemüse anbauen

Wintergemüse: Jetzt ernten und neu pflanzen

Der Winter ist Erntezeit für robuste Gemüsesorten wie Grünkohl, Feldsalat, Steckrüben, Pastinaken, Rosenkohl und Topinambur. Diese Pflanzen kommen gut mit Frost zurecht und lassen sich auch bei Minusgraden noch frisch aus dem Garten holen. Außerdem gibt es Gemüsesorten, die Du sogar jetzt noch neu aussäen kannst.

Vorteile eines Hochbeets im Winter

Gerade in der kalten Jahreszeit bietet ein Hochbeet viele Pluspunkte:

  • Mit einem Frühbeetaufsatz schützt Du Deine Pflanzen vor übermäßiger Nässe.

  • Ein geschützter Standort, etwa an einer Hauswand oder Steinmauer, nutzt gespeicherte Sonnenwärme, die nachts an die Umgebung abgegeben wird – ideal für frostempfindlichere Pflanzen.

  • Die erhöhte Arbeitshöhe schont Deinen Rücken und macht das Gärtnern angenehmer.

  • Im Inneren des Hochbeets entsteht durch die Verrottung von Pflanzenmaterial natürliche Wärme, die das Wachstum von Wintergemüse unterstützt.

Diese Gemüse kannst Du jetzt noch anbauen und in dieser Saison ernten:

  • Feldsalat

  • Rucola

  • Winter-Portulak

  • Pflücksalate

Diese Sorten setzt Du jetzt für die Ernte im nächsten Jahr:

  • Schnittlauch

  • Winterknoblauch

  • Etagenzwiebel

Richtig gießen im Winter

  • Gieße nur dann, wenn der Boden beginnt auszutrocknen – nicht regelmäßig.

  • Wähle einen milden Vormittag zum Gießen, damit das Wasser gut einsickern kann und die Blätter vor dem nächsten Frost wieder abtrocknen.

Beerensträucher schneiden und vermehren

2. Beerensträucher schneiden und vermehren

Beerensträucher schneiden und selbst vermehren – so geht’s

Jetzt ist die ideale Zeit, um Brombeer- und Himbeersträucher zurückzuschneiden – und sogar neue Pflanzen durch Steckhölzer zu gewinnen.

Brombeeren richtig schneiden:

Falls Dein Brombeerstrauch nach der letzten Ernte noch nicht zurückgeschnitten wurde, kannst Du das jetzt nachholen. Entferne alle Triebe, die Früchte getragen haben, dicht über dem Boden. Die jungen, glattrindigen Ruten, die keine Früchte hatten, bleiben erhalten – kürze sie nur ein wenig, wenn sie zu lang geworden sind.

Herbsthimbeeren schneiden:

Hier werden alle Ruten bodennah abgeschnitten. Aus den kurzen Stummeln treiben im Frühjahr neue Triebe, die dann Früchte tragen.


Beerensträucher mit Steckhölzern vermehren

Sträucher wie Johannisbeeren, Jostabeeren und Stachelbeeren lassen sich vor dem ersten stärkeren Frost ganz einfach selbst vermehren. So funktioniert’s:

  1. Geeignetes Material wählen:
    Verwende kräftige, einjährige Triebe, die gerade gewachsen und gesund sind.

  2. Triebe zuschneiden:
    Schneide die Triebe an der Basis ab und teile sie in 20–30 cm lange Stücke mit jeweils 2–6 Knospen.

  3. Enden markieren:
    Damit Du die Pflanzrichtung nicht verwechselst:

    • Das untere Ende schräg abschneiden

    • Das obere Ende gerade über einer Knospe kürzen

  4. Einpflanzen:
    Stecke die Steckhölzer mit etwa 30 cm Abstand in lockere, humusreiche Erde. Nur die oberste Knospe sollte aus der Erde herausschauen.

  5. Pflege im Winter:
    Halte die Erde feucht und schütze sie mit einer Laubschicht vor starkem Frost.

  6. Im Frühjahr austreiben lassen:
    Im Sommer sollten sich Wurzeln gebildet haben. Im Herbst kannst Du die jungen Pflanzen dann an ihren endgültigen Platz setzen.

Alternative: Überwinterung in Sand
Du kannst die Steckhölzer auch liegend in feuchtem Sand lagern und erst im Frühling einpflanzen. Wichtig: Auch hier sollte die oberste Knospe leicht sichtbar bleiben.

Obstbäume schützen & pflanzen

3. Obstbäume schützen und pflanzen

 

Kalkanstrich: So schützt Du Obstbäume effektiv vor Winterschäden

Ein Kalkanstrich hilft Deinen Obstbäumen, gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Doch warum ist er so wichtig?

Darum ist ein Kalkanstrich sinnvoll:

Bei starkem Frost und sonnigen Wintertagen kann es am Stamm zu starken Temperaturschwankungen kommen. Diese Spannungen führen häufig zu Rissen in der Rinde. Ein weißer Kalkanstrich wirkt wie ein natürlicher Sonnenschutz: Er reflektiert das Licht, gleicht Temperaturschwankungen aus und schützt so vor Frostrissen. Außerdem wirkt der Anstrich vorbeugend gegen Schädlinge, Pilze, Moose und Flechten.

So wird’s gemacht:

  • Wähle einen trockenen Tag mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt.

  • Entferne lose Borke bei älteren Bäumen vorsichtig mit einer Drahtbürste.

  • Trage den Kalkanstrich mit einer groben Bürste oder Quaste auf:

    • Bei kleineren Bäumen kannst Du bis in die Äste hinein streichen.

    • Bei größeren genügt ein Anstrich bis etwa zwei Meter Höhe.

  • Streiche lieber zwei dünne Schichten als eine dicke.

  • Wiederhole den Anstrich jedes Jahr im Herbst für einen dauerhaften Schutz.


Tipp: Obstbäume jetzt noch pflanzen

Der Spätherbst – insbesondere der November – ist ideal, um neue Obstbäume zu setzen. Egal ob Kern-, Stein- oder Beerenobst: Der Boden ist meist noch warm genug, damit die Wurzeln anwachsen können.

Darauf solltest Du achten:

  • Die Veredlungsstelle (die verdickte Stelle am unteren Stamm) sollte etwa 10 cm über der Erde liegen.

  • Junge Bäume brauchen Stabilität – fixiere sie mit einem Pfahl, damit sie gut anwachsen.

Gartenprofi-Tipp: Boden kalken

Mit Lackmuspapier lässt sich der pH-Wert des Bodens einfach überprüfen. Liegt der Wert unter 7,5 – was in den meisten Fällen zutrifft – empfiehlt sich eine Kalkung. Diese verbessert die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben. Geeignet dafür sind kohlensaurer Kalk oder Gesteinsmehl.

Gräser und Stauden vor Nässe schützen

4. Gräser und Stauden vor Nässe schützen

Gräser und Stauden effektiv vor Fäulnisschäden schützen

In milden Wintern kann anhaltende Feuchtigkeit für viele Gartenpflanzen problematisch werden. Mit den richtigen Maßnahmen kannst Du Fäulnis und Schäden durch Nässe vorbeugen.


Gräser richtig überwintern

Schneide Gräser im Herbst nicht zurück – offene Halme nehmen leichter Feuchtigkeit auf, was Fäulnis und gefrorene Wurzelstöcke begünstigt.

  • Bambus benötigt bei Kälte und Wind zusätzlichen Schutz vor dem Austrocknen. Binde die Halme zusammen und schlage sie in Bambusmatten ein, um die Feuchtigkeit zu regulieren und Wind abzuwehren.


Stauden schützen

Stauden sind mehrjährig und treiben im Frühling aus der Wurzel neu aus. Damit die Wurzeln gut überwintern, sollten sie vor Nässe geschützt werden:

  • Boden regelmäßig lockern, damit Wasser besser abfließen kann.

  • Bei schweren Lehmböden empfiehlt sich das Einarbeiten von Tongranulat zur Verbesserung der Durchlässigkeit.

  • Verblühte Stauden kannst Du auf etwa 10 cm über dem Boden zurückschneiden.

  • Winterharte Blüher wie Buschmalve, Duftnessel, Steppensalbei, Katzenminze oder Ochsenauge verschönern den Garten auch im Spätherbst und bieten Insekten Nahrung und Schutz.


Pampasgras vor Nässe schützen

Pampasgras stammt aus trockenen Klimazonen und ist empfindlich gegenüber Feuchtigkeit:

  • Fasse die langen Halme zu einem Bündel zusammen, drehe es leicht ein und binde es fest.

  • Fixiere das Bündel mit einem Stein oder einem Astquirl am Boden. So läuft Regenwasser ab, statt in den Schopf einzudringen und Fäulnis zu verursachen.


Zwiebelblumen vor Staunässe bewahren

Auch Zwiebelpflanzen reagieren empfindlich auf nassen Boden:

  • Lockere das Erdreich rund um die Zwiebeln regelmäßig, damit Wasser gut abfließen kann.

  • Lege beim Pflanzen eine Dränageschicht aus Sand oder Kies ins Pflanzloch.

  • Setze die Zwiebeln in ein gut durchlässiges Pflanzsubstrat, damit sie gesund über den Winter kommen.

Rosen überwintern, pflanzen & vermehren

5. Rosen überwintern, pflanzen und vermehren

 

Rosen winterfest machen und jetzt noch pflanzen

Mit der richtigen Vorbereitung kommen Deine Rosen gut durch die kalte Jahreszeit – und auch das Pflanzen neuer Exemplare ist im Herbst noch möglich.


Beetrosen auf den Winter vorbereiten

  • Entferne beschädigte oder kranke Triebe vollständig.

  • Gesunde Triebe kannst Du um etwa ein Drittel einkürzen.

  • Häufe rund um die Veredelungsstelle Erde oder Rindenhumus an – das schützt vor Frost.

  • Decke die Pflanze zusätzlich mit Tannen- oder Fichtenreisig ab, um sie vor Wind und Kälte zu bewahren.


Rosenhochstämmchen richtig schützen

  • Schneide die Pflanze grob in Form zurück.

  • Umwickle Stamm und Krone mit Tannenreisig und fixiere alles gut.

  • Die empfindliche Veredelungsstelle solltest Du zusätzlich mit Stroh oder Reisig isolieren.

  • Schütze die Krone mit Gartenvlies oder einem Jutesack – verzichte unbedingt auf Plastik, da sich darunter Kondenswasser bildet und sich die Pflanze bei Sonneneinstrahlung überhitzen kann.

  • Am Stammfuß sorgt eine Schicht Rindenmulch für zusätzlichen Kälteschutz.


Jetzt noch Rosen pflanzen – so geht’s

Auch im Herbst kannst Du Rosen setzen – der Vorteil: Die Pflanzen haben Zeit, vor dem Frühling kräftige Wurzeln zu entwickeln.

  • Setze die Rosen möglichst bald nach dem Kauf, damit die Wurzeln nicht austrocknen.

  • Die Veredelungsstelle sollte etwa 5 cm unter der Erdoberfläche liegen.

  • Achte auf einen Pflanzabstand von 40–50 cm.

  • Fülle das Pflanzloch mit lockerer, kompostreicher Erde auf.

  • Zum Schutz vor Frost und Wintersonne häufst Du locker etwa 15 cm Erde oder Rindenmulch rund um die Triebe an.

 

Gartenbeleuchtung im Winter

 

6. Gartenbeleuchtung im Winter

Gartenbeleuchtung: Mit Lichtakzenten stimmungsvolle Highlights setzen

Energiesparen steht heute aus Umwelt- und Kostengründen ganz oben auf der Liste. Dennoch musst Du nicht auf eine stimmungsvolle Beleuchtung verzichten. Gerade in den dunklen Wintermonaten lassen sich mit gezielt gesetzten Lichtakzenten besondere Ecken und Details Deines Gartens wirkungsvoll betonen – nach dem Prinzip „Weniger ist mehr“.


Die richtige Lichtwahl

  • Solarlampen sind ideal, da sie keine zusätzlichen Energiekosten verursachen.

  • Wo Solarlicht nicht ausreicht, kannst Du stromsparende LEDs verwenden.

  • LED-Streifen eignen sich besonders gut, um einzelne Elemente von unten anzustrahlen und als Blickfang hervorzuheben.


Feste Installation für ein stimmiges Gesamtkonzept

Eine dauerhaft integrierte Gartenbeleuchtung kann sich lohnen.

  • Verlege Kabel und Leitungen für Bewegungsmelder sicher in einem unterirdischen Kabelschacht.

  • So wirkt die Beleuchtung unauffällig und professionell eingebunden.

Weitere Ideen und Inspirationen zur Lichtgestaltung von Garten und Balkon findest Du hier.


Wichtig für Mensch und Natur

  • Warmweißes Licht ist angenehmer für die Augen und schont Insekten.

  • Verwende nur Außenbeleuchtung, die explizit für den Garten geeignet ist. Das gilt auch für Steckdosen und Verlängerungskabel, um Schäden durch Wasser oder Fremdkörper zu vermeiden.

Gartenprofi-Tipp: Laub sinnvoll verwerten – so nutzt Du es optimal

Herabgefallenes Laub ist viel zu schade zum Entsorgen – es lässt sich wunderbar im Garten wiederverwenden. Verteile es locker rund um Deine Pflanzen: Die Blätterschicht wirkt als natürlicher Kälteschutz und schützt die Wurzeln vor Frost. Gleichzeitig hemmt sie das Wachstum von Unkraut.

Laub dient nicht nur als Mulch, sondern auch als nachhaltiger Dünger: Bodenlebewesen zersetzen das organische Material nach und nach, wobei die enthaltenen Nährstoffe in den Boden gelangen und so zur Bodenverbesserung beitragen – ganz ohne zusätzliche Düngemittel.

Ihr kompetenter Ansprechpartner bei Fragen rund um das Thema “Gartenpflege"

 

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Ansprechpartner Gartenpflege: Stefan Rummel

Stefan Rummel
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