Blog · 27. Januar 2025

Gartencheckliste Januar - So startest du richtig ins neue Gartenjahr

Gartencheckliste Januar

Gartencheckliste Januar: Was steht an?

  1. Gewächshaus bauen
  2. Obstbäume schneiden
  3. Immergrüne Pflanzen schützen und gießen
  4. Zimmerpflanzen pflegen
  5. Sauna im Garten
  6. Keimprobe machen

Gewächshaus bauen

1. Gewächshaus bauen

Jetzt ist die perfekte Zeit, ein Gewächshaus zu planen und zu bauen!

Mit einem Gewächshaus kannst Du bereits im Februar mit der Anzucht Deiner ersten Frühjahrskulturen starten – zum Beispiel Rettich, Radieschen, Spinat, Kohlrabi und Salat. Gewächshäuser sind in verschiedenen Varianten und Größen als praktische Selbstbausets erhältlich. Doch welches Modell passt am besten zu Deinen Bedürfnissen?

Die wichtigsten Gewächshaustypen im Überblick:

1. Foliengewächshaus
Ein Foliengewächshaus ist kostengünstig und leicht aufzubauen, allerdings weniger robust. Es eignet sich besonders gut für Einsteiger oder als kurzfristige Lösung, kann jedoch anfälliger für Witterungsschäden sein.

2. Anlehngewächshaus
Hast Du wenig Platz im Garten oder möchtest keinen weiten Weg zurücklegen, um ins Gewächshaus zu gelangen? Ein Anlehngewächshaus ist die ideale Wahl. Es wird direkt an einer Hauswand aufgebaut, spart Platz und profitiert von der Wärme, die die Hauswand in der kalten Jahreszeit abstrahlt.

3. Freistehendes Gewächshaus
Ein freistehendes Gewächshaus aus Glas oder Kunststoff ist die langlebigste, aber auch anspruchsvollste Option. Es bietet maximale Flexibilität bei der Gestaltung, eine größere Nutzfläche und eine ansprechende Optik, erfordert jedoch einen höheren finanziellen und baulichen Aufwand.

Planung und Vorbereitung

Sobald Du Dein Gewächshaus ausgewählt und aufgebaut hast, gibt es noch einige Vorbereitungen, die Du treffen solltest:

1. Zubehör beschaffen
Überlege, wie Du Dein Gewächshaus nutzen möchtest, und stelle eine Liste der benötigten Utensilien zusammen. Dazu können gehören:

  • Regalsysteme und Pflanzgefäße
  • Thermometer und Feuchtigkeitsmesser
  • Beetplatten oder Abgrenzungen
  • Erde, Reinigungsmittel und Pflegematerial
  • Zusätzliche Isolierungen für kalte Tage

2. Pflanzplan erstellen
Ein durchdachter Pflanzplan hilft Dir, den Platz optimal zu nutzen und Erträge zu maximieren:

  • Zeitpunkt: Plane, welche Pflanzen zu welcher Jahreszeit gedeihen.
  • Platzbedarf: Beachte, wie viel Raum die Pflanzen im ausgewachsenen Zustand benötigen.
  • Pflanzenkombinationen: Wähle Pflanzen aus, die sich gegenseitig ergänzen und voneinander profitieren. So sorgst Du für eine bessere Nährstoffversorgung und reduzierst das Risiko von Schädlingsbefall.

Mit diesen Tipps bist Du bestens vorbereitet, um Dein neues Gewächshaus effizient zu nutzen und eine erfolgreiche Anbausaison zu starten!

Obstbäume schneiden

2. Obstbäume schneiden

Jetzt ist die ideale Zeit, Deine Obstbäume zu schneiden!

An frostfreien Tagen kannst Du Steinobstbäume wie Apfel, Birne oder Quitte zurückschneiden. So unterstützt Du das Wachstum im Frühjahr und förderst eine reiche Ernte.

Welche Schnittart ist die richtige?

Die Art des Schnitts hängt vom Alter Deiner Obstbäume ab:

1. Pflanzschnitt
Für neu gepflanzte Bäume, die Du vor dem Winter eingesetzt hast, ist der Pflanzschnitt wichtig. Schneide die Bäume auf wenige Triebe zurück und wähle drei bis vier Leittriebe aus, die in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Stammverlängerung stehen.

2. Erziehungsschnitt
Dieser Schnitt wird bei jungen Bäumen durchgeführt, die noch keine Früchte tragen. Ziel ist es, eine stabile und gleichmäßige Baumkrone zu formen. So gehst Du vor:

  • Entferne alle steil nach oben wachsenden Äste, außer der Stammverlängerung.
  • Kürze die Stammverlängerung jedes Jahr um ein Drittel.
  • Schneide nach innen wachsende Triebe weg.
  • Reduziere Seitenäste um ein Drittel und bringe sie auf eine gleichmäßige Höhe.

3. Erhaltungsschnitt
Bei älteren, tragenden Bäumen dient der Erhaltungsschnitt dazu, übermäßiges Wachstum zu bremsen, die Fruchttriebe zu fördern und alte, vergreiste Äste zu entfernen. So wird die Baumkrone luft- und lichtdurchlässig, was das Fruchtwachstum unterstützt:

  • Entferne kranke, beschädigte oder abgestorbene Äste.
  • Dünne zu dicht stehende Äste aus.
  • Schneide gezielt, um die Baumform zu erhalten und den Ertrag zu optimieren.

Tipp: Schneiden ist immer besser als gar nichts!

Lass Dich nicht von widersprüchlichen Vorgaben zum Baumschnitt verunsichern. Der größte Fehler ist, gar nichts zu tun. Unkontrolliertes Wachstum führt langfristig zu geringeren Erträgen – also ran an die Schere!

Schutz von Immergrün

3. Immergrüne Pflanzen schützen und gießen

Schütze Deine Immergrünen vor Frost und Wintersonne

Immergrüne Stauden sind im Winter besonders anfällig für Frosttrockenheit. Scheint die Sonne bei frostigen Temperaturen über einen längeren Zeitraum, verdunstet Wasser über die Blätter, während die Wurzeln aus dem gefrorenen Boden kein neues Wasser aufnehmen können. Damit Deine Immergrünen gesund bleiben, benötigen sie auch in der kalten Jahreszeit regelmäßige Pflege.

So überstehen Immergrüne den Winter sicher:

  • An frostfreien Tagen gießen: Achte darauf, nur dann zu wässern, wenn es frostfrei ist, damit das Wasser nicht gefriert.
  • Kübelpflanzen und Neupflanzungen versorgen: Winterharte Kübelpflanzen und frisch gesetzte Pflanzen mit noch wenig ausgebildeten Wurzeln dürfen nicht vergessen werden.
  • Direkt über der Wurzel gießen: Vermeide, dass Wasser auf den Blättern stehen bleibt, da dies zu Schäden führen kann.
  • Schneedecken als Schutz nutzen: Eine geschlossene Schneeschicht schützt die Pflanzen vor Erfrierungen – entferne sie daher nicht.
  • Sonnenschutz bei starkem Frost: Schütze Pflanzen bei intensiver Wintersonne mit einem Gartenvlies, um Schäden durch Verdunstung zu verhindern.

Mit diesen Maßnahmen bringst Du Deine Immergrünen sicher und gesund durch die kalte Jahreszeit!

Zimmerpflanzen pflegen

4. Zimmerpflanzen pflegen

Pflege Deine Zimmerpflanzen – sie verbessern Dein Raumklima nachhaltig

Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorativ, sondern tragen aktiv zu einem besseren Raumklima bei. Auch wenn sie im Warmen stehen, benötigen sie im Winter besondere Aufmerksamkeit, da Heizungsluft und weniger Sonnenlicht ihre Gesundheit beeinträchtigen können. Mit den folgenden Tipps bleiben Deine Pflanzen auch in der kalten Jahreszeit vital:

So pflegst Du Deine Zimmerpflanzen im Winter:

  • Luftfeuchtigkeit erhöhen:
    Trockene Heizungsluft führt häufig zu braunen Blattspitzen. Besprühe Deine Pflanzen regelmäßig mit Wasser, um die Luftfeuchtigkeit zu verbessern und Schäden zu vermeiden.

  • Optimaler Standort:
    Platziere die Pflanzen so nah wie möglich an einem Fenster, damit sie ausreichend Licht bekommen. Vermeide jedoch direkte Nähe zu Heizkörpern oder Zugluft beim Lüften.

  • Staub entfernen:
    Staub auf den Blättern reduziert die Lichtaufnahme. Wische die Blätter regelmäßig mit einem weichen, feuchten Tuch ab – idealerweise mit abgekochtem, lauwarmem Wasser.

  • Schädlinge im Blick behalten:
    Heizungsluft begünstigt die Vermehrung von Schädlingen wie Spinnmilben oder Trauermücken. Kontrolliere Deine Pflanzen regelmäßig und isoliere befallene Exemplare während der Behandlung.

  • Richtig gießen:
    Im Winter reicht meist ein Gießen pro Woche. Achte darauf, dass die Erde nicht dauerhaft feucht bleibt. Düngen ist in der Ruhephase der Pflanzen nicht notwendig.

Zimmerpflanzen als Raumklima-Verbesserer

Zimmerpflanzen bedanken sich für gute Pflege mit erstaunlichen Effekten:

  • Für das Schlafzimmer: Bromelien, Orchideen und Echte Aloe sind ideal, da sie auch nachts Kohlendioxid aufnehmen und in Sauerstoff umwandeln.
  • Erhöhung der Luftfeuchtigkeit: Großblättrige Pflanzen wie Zimmerlinde, Ficus oder Nestfarn steigern die Luftfeuchtigkeit um bis zu 5 %. Das mildert die trockene Heizungsluft im Winter und kühlt im Sommer.
  • Schadstoffbindung: Pflanzen wie Efeu, Drachenbaum oder Philodendron filtern Schadstoffe aus der Luft, die Kopfschmerzen oder Allergien auslösen können.

Sauna im Garten

5. Sauna im Garten

Genieße Deine Sauna nachhaltig und umweltfreundlich

Eine eigene Sauna im Garten bietet viele Vorteile: Sie ist jederzeit verfügbar, leicht erreichbar und verschönert Deinen Außenbereich sowohl funktional als auch optisch. Außerdem kannst Du ganz flexibel entscheiden, mit wem Du saunieren möchtest.

Doch in Zeiten von Klimaschutz und Energiekrise stellt sich die Frage: Kann man Saunieren verantwortungsbewusst gestalten? Die Antwort lautet: Ja! Mit diesen Tipps kannst Du Deine Sauna umweltfreundlicher und energiesparender nutzen:

1. Nachhaltige Materialien verwenden

Schon beim Bau und der Einrichtung solltest Du auf umweltfreundliche und nachhaltige Materialien achten. Nutze ökologische Klebstoffe und Lacke für die Pflege und Instandhaltung, um die Umweltbelastung zu minimieren.

2. Die richtige Saunagröße wählen

Wenn Du meist nur mit ein bis zwei Personen saunierst, genügt eine kleinere Sauna. Sie benötigt weniger Energie zum Aufheizen. Auch gemeinsames Saunieren spart Energie und macht das Saunaerlebnis noch schöner.

3. Fasssauna als energiesparende Alternative

Fasssaunen sind besonders effizient, da ihre runde Form weniger Energie zum Aufheizen benötigt. Im Gegensatz dazu müssen bei klassischen Saunahäusern auch die Ecken beheizt werden, was mehr Energie verbraucht.

4. Energiesparende Technik einsetzen

Moderne Bio-Kombiöfen sind eine nachhaltige Wahl. Sie speichern die Wärme effektiv, geben sie gleichmäßig ab und arbeiten dadurch besonders energiesparend.

Mit diesen Maßnahmen kannst Du Dein Saunahobby mit gutem Gewissen genießen und dabei sowohl Energie sparen als auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Keimprobe machen

 

6. Keimprobe machen

Prüfe die Keimfähigkeit Deines eingelagerten Saatguts

Vor der nächsten Anbausaison lohnt es sich, eingelagertes Saatgut – besonders solches, das älter als ein Jahr ist – auf Keimfähigkeit zu überprüfen. So vermeidest Du unangenehme Überraschungen im Frühjahr und kannst rechtzeitig neues Saatgut beschaffen, falls Deine Vorräte nicht mehr zuverlässig keimen.

So führst Du eine Keimprobe durch:

  1. Lege ein Stück feuchtes Küchenpapier in eine flache Schale oder auf einen Teller.
  2. Verteile die Samen gleichmäßig auf dem Papier.
  3. Spanne Klarsichtfolie über die Schale, um die Feuchtigkeit zu bewahren.
  4. Stelle die Schale an einen warmen Platz und halte das Küchenpapier während der nächsten zwei Wochen immer leicht feucht.
  5. Beobachte die Keimung: Wenn mindestens die Hälfte der Samen sprießt, ist das Saatgut noch gut für die Aussaat geeignet.

Mit diesem einfachen Test bist Du bestens auf die kommende Gartensaison vorbereitet!

Tipp vom Gartenprofi: Baumschnitt clever wiederverwenden

Anstatt den Baumschnitt einfach zu entsorgen, kannst Du ihn sinnvoll im Garten nutzen. Hier einige kreative Ideen:

  • Rankhilfe: Nutze stabile Äste als natürliche Unterstützung für Kletterpflanzen.
  • Beeteinfassung: Arrangiere Äste und Zweige als dekorative und umweltfreundliche Begrenzung für Deine Beete.
  • Hochbeetfüllung: Zerkleinere den Baumschnitt und verwende ihn als Basis für die Füllung eines Hochbeets – so sorgt er für eine gute Belüftung und Verrottung im Inneren.

Mit diesen Möglichkeiten sparst Du Ressourcen und gibst dem Baumschnitt einen neuen Zweck!

Ihr kompetenter Ansprechpartner bei Fragen rund um das Thema “Gartenpflege"

 

Als autorisierter Fachhändler und Vertriebspartner bieten wir Ihnen eine umfassende Beratung durch unsere Fachberater und unterstützen Sie bei der Wahl der entsprechenden Produkte für die Pflege Ihres Gartens. 

Ihr Fachberater im ASG Bauzentrum:

Ansprechpartner Gartenpflege: Stefan Rummel

Stefan Rummel
Telefon 08221 9005-27
E-Mail stefan.rummel@asgbauzentrum.de