Blog · 01. August 2025

Gartencheckliste August - Der Hochsommer ist da

Gartencheckliste August

Gartencheckliste August: Deine ToDo's im Hochsommer

Im August erreicht der Garten seine Hochsommerpracht – die ideale Zeit, um mit einer gezielten Gartencheckliste alle wichtigen ToDo’s zu erledigen und Pflanzen optimal auf die kommenden Wochen vorzubereiten.

 
  1. Neu bepflanzen und aussäen
  2. Apfelernte und -lagerung
  3. Tomatenpflanzen selbst vermehren
  4. Blützenpracht pflegen
  5. Stauden schneiden und teilen
  6. Vorbereitungen für den Herbst
 

Rasen pflegen und neu ansäen

1. Neu bepflanzen und aussäen

Auch im August ist es noch nicht zu spät, um Neues im Garten auszusäen und zu pflanzen.

Erdbeeren:
Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Erdbeeren für die nächste Saison zu setzen. Nutze dafür am besten die Ableger Deiner bestehenden Pflanzen – vorausgesetzt, sie haben bereits genügend Wurzeln gebildet. Pflanze Erdbeeren jedes Jahr an einen anderen Standort, um Krankheiten vorzubeugen. Das Beet sollte feucht, unkrautfrei, sonnig und windgeschützt sein. Achte darauf, die Pflanzen nicht zu tief in die Erde zu setzen, da sonst Fäulnis droht – und lass ihnen ausreichend Abstand zum Wachsen.

Spinat:
Wird Spinat bis Mitte August gesät, kannst Du mit etwas Glück zwei Ernten einfahren – eine im Herbst und eine weitere im kommenden Frühjahr nach dem Überwintern. Winterfeste Sorten wie Sharan, Monnopa, Lazio oder Dolphin sind besonders geeignet. Zum Schutz vor Frost kannst Du das Beet mit Vlies oder Reisig abdecken.

Chinakohl:
Die Jungpflanzen setzt Du am besten mit einem Reihenabstand von etwa 40 cm, anschließend vereinzelt man auf 25 cm. Verwende ein Kulturschutznetz, um die Pflanzen vor der Kohlfliege zu bewahren. Die Sorte Bilko gilt als besonders resistent gegen Kohlhernie – eine Krankheit, die zu Wurzelverdickungen und Wachstumsstörungen führt.

Radieschen:
Wer jetzt noch schnell wachsende Frühlingssorten aussät, kann sie noch vor Saisonende ernten. Auch hier ist ein Schutznetz gegen die Kohlfliege empfehlenswert, um die kleinen Knollen gesund gedeihen zu lassen.

Apfelernte und -lagerung

2. Apfelernte und -lagerung

Damit Du Deine Äpfel in voller Frische und Geschmack genießen kannst, kommt es auf den richtigen Erntezeitpunkt und eine sorgfältige Lagerung an.

Wann ist der Apfel reif für die Ernte?
Mit der sogenannten Kippprobe findest Du ganz einfach heraus, ob ein Apfel erntereif ist: Hebe den Apfel vorsichtig um etwa 90 Grad an. Lässt er sich dabei leicht vom Zweig lösen – vor allem bei langstieligen Sorten auch mit leichtem Druck an der Stielansatzstelle – ist er reif für die Ernte. Reife Früchte findest Du zuerst an der sonnigen Südseite des Baums und in der Krone. Lass die restlichen Äpfel ruhig noch ein paar Tage hängen, aber nicht zu lange – spät geerntete Äpfel schrumpeln schneller und verlieren an Qualität.

Wie bewahrst Du Deine Äpfel richtig auf?
Lagere Deine Äpfel mit Stiel in flachen Holzkisten und achte darauf, dass sie nicht übereinanderliegen, um Druckstellen zu vermeiden. Bereits kleine Schäden fördern Fäulnis – aussortieren lohnt sich, bevor die betroffenen Früchte andere anstecken. Nach etwa einer Woche solltest Du die Äpfel kontrollieren und dabei auch nach Anzeichen von Apfelwickler-Larven Ausschau halten. Ideal ist ein Lagerraum mit hoher Luftfeuchtigkeit und gleichbleibender, kühler Temperatur – etwa in einer Garage, einem Gartenhaus oder Schuppen. Lagere verschiedene Sorten getrennt, um ihre jeweiligen Reifeprozesse optimal zu unterstützen.

Gartenprofi-Tipp: Geduld bei späten Sorten zahlt sich aus!

Spät reifende Apfelsorten entfalten ihr volles Aroma erst nach einer gewissen Lagerzeit. Während sie beim Pflücken noch etwas fest und stärkehaltig sind, wandelt sich die enthaltene Stärke nach und nach in Zucker um – der Apfel wird süßer und aromatischer. Ernte sie daher, sobald sie sich gut pflücken lassen – die geschmackliche Reife entwickeln sie dann optimal im Lager.

Tomatenpflanzen selbst vermehren

3. Tomatenpflanzen selbst vermehren

 

Aus Deinen Lieblings-Tomaten kannst Du ganz einfach neue Pflanzen für die nächste Saison ziehen – vorausgesetzt, es handelt sich um eine samenfeste Sorte.

Hast Du gerade besonders aromatische Tomaten geerntet, von denen Du mehr möchtest? Dann lohnt es sich, deren Samen zu gewinnen – denn nur bei samenfesten Sorten entwickeln sich daraus Pflanzen mit den gleichen Eigenschaften und dem vertrauten Geschmack der Mutterpflanze.

 

So sammelst Du Tomatensamen Schritt für Schritt:

  1. Wähle eine reife, gesunde Tomate – sie enthält etwa 30 bis 40 Samen.

  2. Halbiere die Tomate, löffle die Samen samt Fruchtfleisch heraus und gib alles in ein Glas mit Wasser.

  3. Nach 2 bis 4 Tagen trennen sich Samen und Fruchtfleisch durch natürliche Gärung. Die keimfähigen Samen sinken zu Boden, während unbrauchbare oben schwimmen und aussortiert werden können.

  4. Spüle die guten Samen in einem Sieb gründlich ab und lasse sie anschließend 2–3 Wochen auf Küchenpapier vollständig trocknen.

  5. Lagere die trockenen Samen luftdicht, z. B. in einem Schraubglas, an einem kühlen, dunklen Ort – dort bleiben sie bis zu fünf Jahre keimfähig.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat?

Wenn Du ein frostfreies Gewächshaus hast, kannst Du bereits Ende Februar mit dem Vorziehen starten. Für Balkon- oder Freilandtomaten ist Mitte bis Ende März ideal.

 

Gartenprofi-Tipp: Achte auf die richtige Temperatur!

Zum Keimen benötigen Tomatensamen eine Temperatur von etwa 22–24 °C. Sobald die ersten Keimblätter sichtbar sind, wachsen die jungen Pflanzen bei rund 18 °C besonders gut heran.

Blütenpracht pflegen

4. Blütenpracht pflegen

Mit der richtigen Pflege bleiben Deine Sommerblumen noch lange eine wahre Augenweide.

Gießen & Düngen:
Gieße Deine Zierpflanzen – wie den gesamten Garten – am besten in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, nicht in der prallen Mittagssonne. Achte darauf, dass sich in Übertöpfen kein Wasser staut, denn Staunässe schadet den Wurzeln. Einmal pro Woche freuen sich Deine Blumen zudem über eine Portion Volldünger.

Neu bepflanzen:
Viele Sommerblumen haben ihre Blütezeit bereits hinter sich – eine gute Gelegenheit, frei gewordene Kübel, Kästen oder Hochbeete mit herbstblühenden Pflanzen neu zu gestalten. Enzian, Heide oder Chrysanthemen eignen sich hervorragend dafür und bieten Bienen noch einmal wertvolle Nahrung. Für ein gutes Wachstum empfiehlt sich frische Blumenerde.

Verblühtes regelmäßig entfernen:
Damit Deine Pflanzen weiterhin kräftig blühen, solltest Du Verblühtes konsequent ausputzen. Besonders bei Sorten wie Strauchmargerite, Vanilleblume oder Polarstern fördert das die Nachblüte. Fuchsien entwickeln nach der Blüte oft Früchte – diese solltest Du entfernen, damit die Pflanze neue Blüten bildet. Bei Geranien kann sich an verblühten Stellen Grauschimmel bilden – entferne daher regelmäßig welke Blätter und Blütenreste.

Gartenprofi-Tipp: Schütze deine Blüten im Sommer

Sommerblumen leiden schnell unter starker Hitze. Ein Sonnenschirm über den Pflanzen oder eine isolierende Styroporschicht im Übertopf schützt zuverlässig vor Überhitzung.

Stauden schneiden und teilen

5. Stauden schneiden und teilen

 

Wenn Du im nächsten Jahr besonders üppig blühende Stauden genießen möchtest, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für ihre Pflege.

Frühjahrs- und frühsommerblühende Stauden lassen sich im Spätsommer hervorragend teilen – so bleibt ihnen genügend Zeit, bis zum Wintereinbruch gut anzuwachsen. Andere Arten profitieren aktuell von einem gezielten Rückschnitt, was im kommenden Frühling für eine besonders kräftige Blüte sorgt.

So teilst Du Deine Stauden in 4 einfachen Schritten:

  1. Grabe die Pflanze vorsichtig aus und schüttle lose Erde vom Wurzelballen.

  2. Teile den Wurzelstock mit einem Spaten je nach Größe in zwei oder mehrere Stücke.

  3. Entferne alte, abgestorbene Pflanzenteile, damit sich junge Triebe besser entwickeln können.

  4. Setze die geteilten Stauden mit reduziertem Wurzelvolumen wieder neu ein.

Tipp: Je nach Art sollten Stauden alle drei (z. B. Duftveilchen, Grasnelke, Sommermargerite) bis fünf Jahre (z. B. Astern, Feinstrahl, Skabiose, Ziersalbei) geteilt werden.

 

Stauden richtig zurückschneiden – so geht’s:


Spätblühende Stauden wie Kokardenblume oder Prachtkerze profitieren jetzt von einem Rückschnitt. Belass jedoch gerne Blätter und verblühte Stängel über den Winter im Beet – die Samen dienen Vögeln als Nahrung, und die trockenen Pflanzenteile schützen vor Nässe in den Stielen, die den Pflanzen sonst schaden könnte.

Horstig wachsende Arten wie Schleierkraut oder Bergastern können hingegen bodennah zurückgeschnitten werden. Das fördert die Einlagerung von Stärke in den Wurzelorganen – wichtig für eine gute Winterhärte.

Und wenn Du noch Farbe ins Beet bringen willst: Jetzt ist auch die ideale Zeit, um Herbststauden neu zu pflanzen.

Vorbereitungen für den Herbst

 

6. Vorbereitungen für den Herbst

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um Dir ein Garten- oder Gerätehaus für den Herbst zuzulegen.

Mit etwas Vorbereitung schaffst Du rechtzeitig ausreichend Stauraum für Gartenmöbel, Werkzeuge und Geräte – so sind sie optimal vor Wind und Wetter geschützt.

Drei gute Gründe, warum es sich lohnt, schon jetzt an Stauraum zu denken:

  • Bei sonnigem Wetter macht der Aufbau gleich viel mehr Spaß

  • Du kannst Dein neues Gartenhaus sofort nutzen

  • Im Herbst musst Du Deine Sachen nur noch einräumen

Gartenprofi-Tipp: Wie kannst Du Schädlinge auf natürliche Weise fernhalten?

Leider lassen sich ungebetene Gäste wie Blattläuse und Schnecken nur allzu gern in Deinem Garten nieder. Doch mit einfachen, natürlichen Mitteln kannst Du ihnen wirksam begegnen: Pflanze beispielsweise Echten Lavendel zwischen Deine Rosen – sein Duft vertreibt Blattläuse zuverlässig. Gegen Schnecken, die vor allem nachts und bei feuchtem Wetter aktiv sind, hilft es, bereits am frühen Morgen gründlich zu gießen. Zusätzlichen Schutz bieten Schneckenkanten und Kupferbänder an den Außenwänden Deiner Hochbeete.

Ihr kompetenter Ansprechpartner bei Fragen rund um das Thema “Gartenpflege"

 

Als autorisierter Fachhändler und Vertriebspartner bieten wir Ihnen eine umfassende Beratung durch unsere Fachberater und unterstützen Sie bei der Wahl der entsprechenden Produkte für die Pflege Ihres Gartens. 

Ihr Fachberater im ASG Bauzentrum:

Ansprechpartner Gartenpflege: Stefan Rummel

Stefan Rummel
Telefon 08221 9005-27
E-Mail stefan.rummel@asgbauzentrum.de